Unsere Motivation

Unsere Motivation – aus meiner Sicht –

Vielleicht gibt es in unseren Genen eines für Sesshaft sein
und eines für Nomadentum… dann habe ich das Nomadengen in mir.
Wenn ich zurück denke, bin ich schon immer gerne umgezogen. Egal, ob wir den Ort gewechselt haben oder nur die 4 Wände, es überwog immer die Freude und Spannung auf das Neue, im Gegensatz zum Unmut über die Belastung eines Umzuges.

Obwohl jeder Umzug auch bedeutet, vor allem tolle Menschen zurück zu lassen, haben wir auch viele besondere Freunde dadurch kennengelernt.

Es gibt immer eine positive Seite und natürlich auch eine Negative. Für mich überwiegt die Positive!

Unser Umzug 2006 nach Norwegen und die Jahre, die wir dort verbringen konnten, haben mir gezeigt, dass es noch soviel lohnenswertes zu entdecken gibt, in anderen Ländern, mit ihren Menschen.

2012 sind wir von Norwegen zurück nach Deutschland gezogen und in Bonn gelandet, wieder so ein toller Standort und eine superschöne Zeit.

Damals haben wir uns mehr und mehr damit beschäftig, was wir mal machen möchten, wenn die Kinder aus dem Haus sind? Wollen wir im Alter ein Eigenheim haben oder doch lieber zur Miete wohnen? Wieviel Besitz brauchen wir? Ist es unser Ziel im Leben Besitz anzuhäufen?

Nach gut 2 Jahren, haben wir uns entschieden, nochmal nach Wietzendorf zurückzuziehen. Dort sind unsere Kinder geboren, teilweise aufgewachsen und wir hatten nach wie vor auch unser Eigenheim in diesem wunderschönen Ort .

Zeitgleich ging Andy in Pension und die Entwicklung in uns schritt voran.
Uns wurde bewusst: Wir möchten nicht lebenslang die Verpflichtung haben, in erster Linie für unser Haus zu sorgen! Ich liebte den Garten, aber ich hatte es so satt diese ganzen 155qm Haus zu putzen!

Wir möchten Reisen und unabhängiger sein!
Also fiel die Entscheidung, dass Haus zu verkaufen.

Zwischenzeitlich fühlten wir uns durch Familiäre Umstände in der Pflicht. Nun waren also die Kinder aus dem Haus, aber fast nahtlos brauchte meine Mutti Hilfe. Ich war in einem Zwiespalt, wollte ich doch eigentlich mit meinem Andy freier sein.

Aber auch diese Zeit hat uns reifen lassen und uns letztendlich bestärkt, den Schritt zu machen und zwar bald. Denn wer weiß was kommt? Wir haben leider nicht nur meine Eltern verloren, sondern auch mittlerweile gute Freunde. Und wer weiß schon, was übermorgen ist? Wir wollten nicht aus „Vernunft“ warten. Was ist überhaupt vernünftig?

Also, wie gesagt, die Entscheidung unser Haus zu verkaufen stand, aber was dann?

Durch unsere Jobs am örtlichen Campingplatz, und dem Internet mit seinen unendlichen Informationen, kamen uns Ideen wie: – Arbeiten können wir überall – wir haben auch Lust noch öfter umzuziehen – vielleicht im Sommer auf eine Hallig und im Winter in die Berge – lass uns ein Wohnmobil kaufen und darin leben…

Irgendwann war klar, entweder wir machen es jetzt und gehen es an oder es bleibt vielleicht ein Traum! Ja, und dann haben wir einfach angefangen.

Es folgten Gespräche mit unserer Bank, und wir haben überlegt, was wir mit unserem Hausrat machen.

Letztes Jahr, im Oktober fingen wir dann an über eBay Kleinanzeigen, Facebook und die örtliche Zeitung unsere 7 Sachen zu verkaufen. Zeitgleich hatten wir mehrere Interessenten für unsere Haus. Alles lief gut. Wir verkauften das Haus zum 28. Februar 2018 und es wurde auch stetig leerer.

Zu Weihnachten 2017 hatten wir die Bude nochmal voll. Alle Kinder waren mit Partner da, sowie mein Bruder, meine Schwägerin, Neffe und der Opa und wir genossen es!
Aber was hatten wir getan? Manchmal dachte ich darüber nach, dass wir unseren Kindern das Heim nehmen, die Zuflucht!

Andererseits fühlte es sich auch gut an, wenn wir etwas verkauft oder verschenkt hatten.

Also, Andy und ich hatten uns darauf verständigt vom Haus in ein Wohnmobil zu ziehen. Eine Wohnung können wir jederzeit wieder mieten und uns ein Sofa auf der nächsten Haushaltsauflösung kaufen.

Das Problem war nur, wir hatten keine Zeit und keinen Sinn uns während Hausverkauf und Wohnungsauflösung, auch noch um den Kauf eines Wohnmobils zu kümmern! Also was machen wir dann, ab 1.März?

Ok, ok, wir wollten immer schon mal pilgern gehen. Vielleicht wäre das ne Alternative?!

Dafür brauchen wir ein Zelt, zwei Rucksäcke und etwas Campingausrüstung. Das zu besorgen schaffen wir!
– Vielleicht ist die Idee sogar besser! – Ist der Umzug von einem Haus ins Wohnmobil doch eine Einschränkung, aber vom Zelt ins Wohnmobil Luxus!

Also, das ist der Punkt an dem wir jetzt stehen. Das Haus ist weg. Wir besitzen 1 Zelt und 2 Rucksäcke, wenig aber sehr gute und zweckmäßige Bekleidung und sind frei zu entscheiden was wir ab April machen.
Zur Zeit befinden wir uns auf Menorca. Hier haben wir eine Ferienwohnung gemietet. Wir machen ein bisschen Urlaub, aber hauptsächlich bereiten wir uns auf eine Fernwanderung vor.

Nein, wir sind nie vorher in diesen Maßen gewandert und ja es ist ein Risiko. Es kann sein, dass es uns gar nicht gefällt oder dass es körperliche Probleme gibt, vielleicht findet Andy, dass ich viel zu lahm bin oder umgekehrt… aber es ist wie mit allen anderen Entscheidungen auch – bevor wir es nicht ausprobieren, wissen wir nicht, ob es ein totaler Flop wird, so naja oder vielleicht sogar die geilste Zeit unseres Lebens?!?!
(An unsere Kinder: Die Zeit mit euch ist unvergleichbar!)

Unsere Verpflichtung in diesem Jahr besteht derzeit noch aus genau 2 Terminen, einem tollen Seminar im Sommer (Die Kunst dein Ding zu machen), mit all unseren Kindern und ihren Partnern und noch zwei ganz lieben Personen und einem Konzert im November (Andreas Gabalier – yeahaw). Alles andere wird sich zeigen.

Wir werden ab April also von Spanien in Richtung Kempten (Allgäu) wandern.

Das ist der vorläufige Plan und auf diesem Blog werden wir darüber berichten. (Elke)

 

Andy’s Motivation

… vieles davon ist ja schon in meiner “Andy Rubrik “ zwischen den Zeilen heraus zu lesen. Allerdings muss ich zurück kommen auf das erwähnte “Privileg und die Chance”. Ich denke, dass ist der ausschlaggebende Punkt. Warum also sollte ich vorzeitig in den Ruhestand gehen (dürfen), wenn ich dann doch wieder anfange zu arbeiten, oder mich schwarz darüber ärgere, dass, wenn ich die Bohrmaschine benutze, es einen Wasserschaden im Haus gibt? Noch bin ich jung genug, einigermaßen fit und flexibel, um dieses mir gegebene Privileg so zu gestalten wie ich es möchte.

“Wherever I lay my hat, that’s my home” wird also die Devise für eine Weile lauten.

lots of it is already mentioned under the “Andy heading “. However, I have to come back to the points “privilege and chance”.

I think this is the crucial point. The question is, why should I go in early retirement, when I shortly thereafter start a job again, or go nuts, when everytime I use a drill, we have water damage in the house? I am still young enough, to some degree physically fit and flexible, to design this privilege I was given, the way I would like it to be.

“Wherever I lay my hat, that’s my home “will be the motto for a while now!