auf Tour mit dem Wohnmobil

105. Wir fahren weiter und besuchen dabei Sheffield, Liverpool, Blackpool und Shap (22.08.19-01.09.19)

Seid gegrüßt ihr Lieben! Wir haben hier lange nichts geschrieben deshalb möchte ich euch heute auf den fast neuesten Stand bringen. Fast, weil ich den ersten Teil schreibe und Andy schon einen weiteren Bericht verfasst.

Nach meinem Nierendesaster und dem Besuch in Derby’s Krankenhaus, sind wir nach Sheffield aufgebrochen. Zum einen wollte ich natürlich auch gerne das neue Haus von Sarah und Christian sehen und zum anderen wussten wir noch nicht genau, ob wir unsere Reise abrechnen und zurück nach Deutschland fahren sollten. Wir wollten uns für diese Entscheidung ein paar Tage Zeit lassen.

Es ging mir aber langsam besser und so haben wir entschieden, weiterzufahren.

Unser Stellplatz nahe Sheffield, lag genauer in Stannington, auf einer kleinen aber feinen Wiese eines älteren sehr netten Paares. Das Wetter war toll und wir genossen einen kleinen Garten direkt vor unserer Haustür und die Aussicht war ebenfalls grandios!

Wir blieben weitere 5 Tage dort. Sarah und Christian haben mir ihr Haus gezeigt, zusammen haben wir 1, nein 2 proper BBQ’s genossen und einige Ausflüge mit den beiden unternommen.

Dabei haben wir das leckerste Eis Englands bei „Our Cow Molly“ genossen…

… haben eine wunderschöne Wanderung um das Adgen Wasserreservoir in Low Bradfield gemacht…

… sind auf einem Salsa Festival gewesen und haben einen Markt in Bakewell besucht.

Am Dienstag haben wir uns dann verabschiedet. Unser nächstes Ziel sollte Liverpool sein. Das wollte ich unbedingt sehen, seit ich als Jugendliche mal ein Buch gelesen hatte, dessen Geschichte in Liverpool spielte.

Wir haben uns also auf einem Campingplatz, mit einer guten Anbindung zur Stadt, eingemietet. Allerdings hat es dann am Mittwoch erstmal ausgiebig geregnet und gestürmt, so dass wir einen weiteren Ruhetag eingelegt haben.

Am Donnerstag hatte sich das Wetter dann auch etwas beruhigt, nur windig war es noch wie hulle! Aber das machte uns nichts aus. Also los! Wie immer, wenn wir eine Stadt besuchen, sind wir einfach losgelaufen und haben die kreative Musikstadt, in der auch die Beatles ihre ersten Auftritte verzeichneten, zu Fuß erkundet. Wir haben es zumindest versucht, denn ich bin doch noch ganz schön schlapp und nicht in der Lage mehr als ein paar Kilometer zu laufen. Ich will den Ball flach halten, es geht halt nicht mehr! Dennoch haben wir die schönen historischen Gebäude Liverpools gesehen…

… und uns die Albert Docks am Mersey angeschaut. Wunderschön!

Was ich total bemerkenswert in Liverpool fand, der Mix aus historischen Gebäuden und den supermodernen. Nicht immer finde ich das gut, aber hier hat es mir gefallen!

Zum Abschluss haben wir, nein ich, mir noch eine gigantische Portion Fish and Ships gegönnt. Andy ist lieber bei einem Curry geblieben. Die Portion war ebenfalls riesig, mächtig scharf und einfach nicht zu schaffen!

Am 30.8. haben wir dann entgültig Kurs auf Schottland genommen. Die Ferien und damit die Hauptreisezeit in Großbritannien sind vorbei und die allseits gefürchteten Midges (fiese kleine Moskitos) sollten uns nun auch nicht mehr das Reisen vermiesen. Also dann mal los!

Auf unserer Strecke lag Blackpool und das war dann auch unser nächster Halt. Allerdings konnten wir uns nachmittags nicht dazu entschließen die Stadt zu erkunden, es regnete nämlich Hunde und Katzen! Deshalb hängten wir noch einen Tag dran und machten uns erst am nächsten Tag auf um Blackpool zu sehen.

Tja, Blackpool ist ein Ferien-Badeort an der Westküste Englands und das muss man mal gesehen haben … ich fand schon, dass Mablethorpe eine einzige Spielhölle ist … Blackpool dagegen kann ich nur als riesigen Vergnügungspark bezeichnen!

Wir sind an der Promenade entlangeschlendert, haben alle 3 Piere besucht, in der Sonne wunderbar ein Bier getrunken (viel Flüssigkeit ist ja sehr wichtig bei Nierensteinen) und natürlich haben wir noch ein paar Pfund verzockt. Leider konnten wir den berühmten „Comedy Carpet“ nicht sehen, da der ganze Bereich gesperrt war. Nichts desto trotz, Blackpool hat einige schöne Ecken und der Rest ist Geschmackssache!

Auf der Weiterfahrt nach Schottland lag unser nächster Stop in Bampton, mal wieder auf einer Wiese. Dort haben wir auch tatsächlich nur geschlafen und wäre eigentlich kaum erwähnenswert wenn wir uns nicht am nächsten Morgen auf genau dieser Wiese festgefahren hätten.

Es hatte den Tag zuvor und auch in der Nacht ausdauernd geregnet. Die Wiese dadurch sehr weich, hatte sich einfach entschlossen, unser schweres Gefährt nicht mehr herzugeben! Als sich unsere Räder immer tiefer vergruben, war klar, dass wir es aus eigener Kraft nicht schaffen! Ja, ich habe anstandshalber versucht anzuschieben, aber auch das half nichts!

Nun, zum Glück wohnten die Besitzer gleich nebenan, hatten einen Geländewagen mit Allrad und es war auch jemand zuhause! Soviel Glück auf einmal! Die junge Dame hatte wohl schon damit gerechnet und zack zack zog sie uns und unser WoMo aus der Patsche!

Einmal befreit machten wir uns schnell auf den Weg. Unsere letzte Etappe in England brachten wir heute hinter uns und die Grenze nach Schottland wollten wir überqueren. Aber das ist auf jeden Fall einen eigenen Bericht wert!

Ganz liebe Grüße an euch alle und wir lesen uns hier bald wieder!

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