auf Tour mit dem Wohnmobil

102. Blakeney, Norwich, Wrentham, Beccles und über Norwich und Peterborough nach Derby (26.7.2019 – 10.8.2019)

Hallo ihr alle da draußen! Wir melden uns nach einer langen Schreibpause zurück. Was ist passiert? Wir hatten Besuch und in diesem Falle sitzen wir natürlich lieber zusammen und genießen die Zeit. Denn so einen Blogbericht zu schreiben, dauert schon etwas länger und ich nehme mir gerne Zeit dafür. Außerdem hatte mich vor einigen Tagen die Hexe getroffen und ich war rückentechnisch etwas eingeschränkt. Mit ein paar Medikamenten wurde es schnell wieder besser und ich dachte… nun, etwas Yoga wird mir helfen… also habe ich Andy’s Yogamatte herausgeholt, mich darauf abgelegt und ein paar Übungen gemacht. Beim Aufstehen hat mich dann die Hexe noch mal erwischt und diesmal so heftig, dass gar nichts mehr ging. Nach einem Besuch des hiesigen Notfallzentrums, eingedeckt mit starken Schmerzmitteln, habe ich mich jetzt ein paar Tage ausgeruht. Allerdings kam durch die Medikamente, wie nicht anders zu erwarten, der flotte Otto auch noch vorbei. GRRRRRR

Jetzt geht es mir aber wieder gut und ich werde endlich den Blogbericht schreiben und online stellen!

Da wir in der Zwischenzeit ja einige Orte besucht haben und wieder gaaaanz viele Fotos gemacht, wird es heute wenig Text und viele Bilder geben (glaube ich jedenfalls).

Wir starteten in Mablethorpe (aus unserem letzten Post ), was für ein schöner Name und ich hatte auf einen ebenso schönen, alten, typisch britischen Ort gehofft, wurde aber leider enttäuscht. Also von Mablethorpe hatte es uns nach Blakeney verschlagen. Unser Stellplatz lag wieder außerhalb der Ortschaft, aber mit dem Fahrrad war das gar kein Problem! Blakeney hat dann auch gleich mein Herz erfreut und mich so richtig für sich eingenommen. Im Grunde genommen ist es nur ein winziger Ort, die Häuser und Mauern aus Feuerstein sind typisch für die Gegend und wirklich etwas besonderes. Durch die Versandung der Küste hat Blakeney nur noch einen kleinen Hafen, der nur noch für kleine Boote zugänglich ist.

Für die Touristen und besonders für die Kinder hat man sich hier etwas besonderes einfallen lassen. An der Hafenmauer ist Krabbenfischen total angesagt. Mit Schnur und Köder ganz ohne Haken, ist bei Sonne und Regen and der Hafenmauer reges Treiben angesagt. Die Krabben werden in Eimern mit Wasser gesammelt, beobachtet und später wieder in die Freiheit entlassen . Was für eine Aufregung und Spannung! Das Equipment kann man in jedem Geschäft erstehen und eine spannenden Familiennachmittag damit verbringen.

Von Blakeney haben wir uns mit dem Bus für einen Tag nach „Wells next the Sea“ aufgemacht. Bin ich froh, dass ich nicht dort wohne bei dem langen Ortsnamen! Dort war närmlich Karneval! Allerdings nicht der Haupttag mit dem Umzug. So vergnügten wir uns auf einer Festwiese mit vielen Büdchen, fürs leibliche Wohl und natürlich den obligatorischen Losbuden für den guten Zweck. Die sind hier in Großbritannien sehr üblich. Es gibt übrigens auch jede Menge Second-Hand Läden, die unter der Schirmherrschaft gemeinnütziger Organisationen geführt werden. Ach, ich liebe diese Läden 😀

Am Montag den 29. haben wir uns auf den Weg nach Norwich gemacht. Denn dort wollten wir unseren Besuch einsammeln. Nachdem wir uns auf dem neuen Stellplatz eingerichtet hatten, war noch einen halber Tag übrig und so sind wir in die Stadt gefahren um Norwich zu erkunden. Wir haben uns dann die Kathedrale angesehen. Die ist absolut sehenswert und sehr riesig!

In Norwich, fanden wir, gibt es schöne Ecken und Plätze, aber der Gesamteindruck war nicht so übermäßig. Allerdings war der Plan ja, dass wir unseren Besuch in Norwich, strategisch günstig, einsammeln und dann weiterfahren. Am Dienstag Vormittag war es dann soweit. Marion kam uns besuchen. Marion ist die Cousine meiner Mutti und eine ganz liebe Freundin. Sie kam aus London und hat mit uns noch ein paar Tage verbracht, bevor sie wieder zurück nach Deutschland gereist ist.

Auf Marion habe ich mich schon sehr gefreut! Allerdings omg…so ein Wohnmobil ist ja schon klein und die Intimsphäre etwas eingeschränkt…aber mit dieser guten Seele war das gar kein Problem!

Nachdem wir Sie am Dienstag am Bahnhof abgeholt haben, wollten wir eigentlich das Gepäck in einem Gepäckfach einschließen und dann weiter Norwich erkunden. Mangels Schließfächer sind wir dann aber erst einmal zum Wohnmobil zurückgefahren. Weil wir aber nun schon mal dort waren, haben wir gleich eine Kaffepause, sogar mit frischgebacken von Marion mitgebrachtem Kuchen, eingelegt. Frisch gestärkt sind wir dann nochmal in die Stadt aufgebrochen.

Abends konnten wir dann auf dem Stellplatz noch jede Menge Hasen beobachten und ich war richtig froh, dass Marion keine Probleme damit hatte in unser Hubbett zu krabbeln!

Nach einer ruhigen Nacht, haben wir dann unsere 7 Sachen gepackt und sind wieder Richtung Küste aufgebrochen. Wrentham war unser Ziel. Das liegt zwar nicht direkt an der Küste, aber strategisch gut, um mit dem Bus etwas unternehmen zu können. Der Stellplatz lag außerhalb des Ortes und auf einem Angeltteichgelände. In den nächsten Tagen sind wir immer mal um die Angelteiche flaniert und haben den Anglern zugesehen. Die mussten übrigens jeden Fang wieder zurück in den Teich setzen, was sich uns nicht so richtig erschlossen hat. Wenn wir in den Ort wollten kamen wir an einem riesigen Petersilienfeld vorbei und dabei haben wir auch Jäger getroffen, die gerade auf Fuchsjagd auf einem abgeerntet Feld waren. Hmmm wie so ein Fuchsschwanz abgezogen wird möchte man eigentlich auch nicht wirklich wissen! Das Wetter hat absolut mitgespielt. Mal weht ein etwas frischer Wind, es gibt auch mal nen Schauer, aber sonst können wir uns überhaupt nicht beklagen!

Am Donnerstag haben wir uns dann mit dem Bus auf den Weg nach Lowestoft gemacht. Der Ort liegt an der Ostküste und ist ein Badeort mit einem wunderschönem Sandstrand und einer hübschen Promenade.

Und einen Tag später sind wir dann in die andere Buslinienrichtung gefahren nämlich nach Southwold und ich kann euch sagen, das ist ja mal ein richtig schönes Städtchen! Also merkt euch diesen Namen und falls ihr mal an Englands Ostküste kommt, solltet ihr Southwold unbedingt besuchen!

Wir sind durch die Geschäfte gebummelt, haben schön Kaffee getrunken auf dem preisgekrönten Pier und haben uns dann nochmal unserer Spielleidenschaft hingegeben und ein oder zwei Pfund verzockt!

Mittlerweile war es schon Samstag, die Tage vergingen wie im Flug und wir verließen Wrentham wieder in Richtung Norwich, aber vorher haben wir noch einen Tag in Beccles verbracht. Diesmal war der Stellplatz an einer kleinen Marina. Der Ort liegt ganz malerisch, an einem Nationalpark, mit über 200 km Wasserwegen, den Norfolk Broads. In Beccles, habe ich das ganz geschickt eingefädelt und Marion und Andy auf den Kirchturm geschickt, während ich unten auf einer Bank gewartet habe. Kirchtürme zu erklimmen ist ja nicht so meins! Das habe ich schon vor Jahren am Kölner Dom erkannt! Und ich sollte recht behalten, die Treppe hatte es in sich und auch Marion war froh, als sie wieder unten war und festen Boden unter den Füßen hatte! Obwohl die beiden waren sich einig, der Ausblick war spitze!

Den Abend haben wir bei einer nicht so britischen Pizza ausklingen lassen.

Am Sonntag war die schöne Zeit mit Marion dann schon wieder vorbei. Wir hatten einen richtig tollen Stellplatz in der Nähe von Norwich auf einer Ziegenfarm erwischt. Der Platz war ja mal richtig komfortabel, so mit Dusche und so…. außerdem gab es einen kleinen Hofladen, der so richtig liebevoll eingerichtet war. Nachmittags ging es dann mit dem Bus, zum Glück gibt es dort auch Sonntags Verbindungen, nach Norwich zum Bahnhof. Die Zeit ist nur so verflogen und es hat riesig Spaß mit dir gemacht, Marion! VIELEN LIEBEN DANK FÜR DEINEN BESUCH!

Am Montag haben wir dann Kurs auf Derby genommen, allerdings mit einer Übernachtung in der Nähe von Peterborough. Dieses mal sind wir auf einen Campingplatz gefahren, denn es war mal wieder große Wäsche angesagt, richtig große Wäsche ;)))

Ja und am Dienstag kamen wir dann hier in Derby, bei Rachel und André an. Unterwegs haben wir noch zwei Wohnmobilhändler aufgesucht. Unsere Adapter für die britische Gasversorgung sind nämlich immer noch nicht ganz komplett. Es fehlt eine Dichtung. Das war zwar auch nicht von Erfolg gekrönt, aber das kriegen wir schon noch gebacken!

Ja und in Derby ging es dann ja mit meinem Rücken richtig los…. eigentlich wollte ich bei Rachel und André mal in den Garten gehen…und Sarah und Christian beim Umzug helfen… das mache ich dannaber ganz bestimmt nächstes mal!!! So, jetzt sind wir und damit auch ihr mal wieder auf dem Stand der Dinge! Wir grüßen euch von Herzen bis bald ihr Lieben!

PS Andy macht schon Pläne für Schottland… ich sag nur Whiskeytrail!

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